Mittwoch, 28. Juli 2010

Abschlussbericht

Wiedereinmal ist der Titel Programm und wer lesen kann weiß schon jetzt, um was sich der Folgende, zugleich mein letzter, Text , handelt, ist also klar im Vorteil, wie die Direktoren, an der schönen Friedrich-Engels-Oberschule schon des öfteren zu behaupten wagten.

An alle, die diesen Satz jetzt 3mal lesen mussten, um ihn, zumindest halbwegs, zu verstehen, ärgert euch nicht, denn es geht auch dem Autor nicht anders...


Im Moment ist es für mich reichlich schwierig sinnvolles hervorzubringen, da der Tag unserer Abreise nicht nur immer näher rückt, sondern sogar nur noch 2Tage weg ist und ich persönlich mit erschreckend gegensätzlichen Gefühlen zu kämpfen habe.

So sind es neben der, völlig anderen, Kultur und unserem Programm gerade die Menschen, die ich hier kennengelernt habe, die ich besonders vermissen werde.

Ihre, fast durchgängig, offene Art erleichterte meinen Aufenthalt hier immens und viele von Ihnen werden mir in meinem Herzen sicherlich noch lange erhalten bleiben.

Eben angesprochene Personen werden diesen Text sicherlich nie, in einer für sie, verständlichen Sprache, zu Gesicht bekommen, wobei ich denke, dass sie wissen, wie ich über sie denke und so ist dieser Abschnitt einem ganz besonders außergewöhnlichem Menschen gewidmet, den ich leider erst seit viel zu kurzer Zeit kenne und der mir kürzlich offenbarte meine Texte ins Englische übersetzen zu lassen, um sie zu verstehen(Hi Bri! Hier kommt eine leichte Übersetzung: ich werde dich vermissen:)).


Auf der anderen Seite kann ich mich jedoch nicht ernsthaft davon ablenken, wie sehr ich mich wieder auf zu hause und eben alles was dazu gehört freue und so befinden sich meine Gedanken also gerade, kaum fassbar, irgendwo zwischen Raum und Zeit.

Was bleibt sind die Erinnerungen daran, was mein Leben einmal ausmachte und wie sich meine Ansichten und meine Einstellung innerhalb eines Jahres so gravierend verändern konnten.

Noch vor 12 Monaten, oder auch 365Tagen, also im Prinzip einem Katzensprung in der Zeit, wenn man von einer durchschnittlichen Lebensdauer von 75 Jahren ausgeht, war ich für die meisten Menschen nur Irgendjemand, der sein Abitur in oben, kurz erwähntem, Gymnasium, mehr schlecht als recht absolviert hat.

Heute sind es eben jene 8760 Stunden, die mich prägen und ausmachen.

Sowohl das tägliche Leben eines, zugegebenermaßen schlecht bezahlten Arbeiters, mit ebenso zugegebenermaßen unnätürlich vielen Urlaubstagen, als auch die tagtägliche Berührung mit der Antideutschen, amerikanischen Kultur machten meinen Aufenthalt hier weitestgehend aus.

Und nachdem anfänglich die Skepsis, überwog, waren es gerade die letzten Wochen, die meinen Aufenthalt in ein gänzlich anderes Licht rückten.

Menschen mit denen wir zusammenarbeiteten scheinen uns und das was wir hier, in gewisser Weise, leisten wertzuschätzen und so waren es vor Allem kleine Gesten, die mir zeigten, dass unser Aufenthalt hier alles andere als Umsonst war.

Mein letztes Bauprojekt von vor letzter Woche ist das perfekte Beispiel hierfür.

Unsere Aufgabe war es ein Dach zu reparieren, was Habitat, neben den Behindertenrampen, als kostenlosen Dienst zur Verfügung stellt,

Trotz dieser, wie ich finde, beeindruckenden,weil nicht billigen und arbeitsunaufwändigen, Hilfesleistung, kam es viel zu selten vor, dass sich die Betroffenen auch nur bei uns für unsere Arbeit bedankten, geschweigedenn mithielfen.

So war ich also mal wieder nicht allzusehr motiviert bei mindestens 50Grad im Schatten auf ein Dach zu steigen und es neu zu decken, bis ich die Hauseigentümerin kennenlernte.

Gleich am ersten Tag bot sie uns Snacks und Getränke an und säuberte ihre Einfahrt von dem, was von ihrem alten Dach übrig blieb und was wir vorübergehend eben dorthin warfen.

So hatte ich also im Verlauf der Woche keinerlei Probleme damit von meinem Supervisor auch schonmal eine volle Stunde vor eigentlichem Arbeitsbeginn abgeholt zu werden um der Mittagshitze zu entgehen und schneller arbeiten zu können und kümmerte mich auch nicht mehr allzusehr um die 10, neu entstandenen, Blasen, an meinen Händen:)

(seltene)Erfahrungen, wie diese zeigen,dass manche Menschen auf Hilfe angewiesen sind, aber auch, dass einige sie vielleicht mehr verdienen, als andere. Viel zu oft wurden diese kostenfreien Dienste ausgenutzt und so sind es ein paar wenige Erinnerungen, die mich daran glauben lassen, dass Habitat wirklich eine gute Sache ist und ich hoffe inständig, dass die 3nächsten Deutschen viel mehr dieser Erfahrungen sammeln können.

Trotzdem reichen sie aus, um mich gerade in diesem Moment, vor Freude, lächeln zu lassen.

Soziale Arbeit, als Art Nationalen Volkssport zu leisten, ist sicherlich einer der Eindrücke, die ich am frischesten mit nach hause nehmen werde.

Ich persönlich habe noch nie zuvor von ähnlichen populären Projekten in Deutschland gehört, was allerdings auch auf mein früheres Ich zurückzuführen sein kann und ich finde man kann dieses Engagement, von Jung bis Alt, garnicht hoch genug wertschätzen.

Viel mehr noch kann sich eine solche Moral in keinem Fall negativ auf die jeweiligen Lebensstandards auswirken und sollte, so finde ich, um jeden Preis, in den Köpfen der Menschen verankert werden.

Ich bin davon überzeugt, dass diese Erkenntnis und die Erfahrungen, die ich sammelte, mir dabei helfen werden persönliche Ziele zu erreichen und kann jedem, der die Wahl hat und vor vielleicht jetzt gerade vor einer Entscheidung steht, nur Empfehlen, diesen, manchmal, harten Weg ebenfalls einzuschlagen.

Es lohnt sich definitiv.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

bienvenido a miami

Weihnachten und Neujahr stehen schon in unmittelbarer Rufweite vor der Tür.
2009 neigt sich seinem Ende zu.
Allgemeines Revuepassieren.
Und so komme auch ich nicht drumrum mich,nach über 2 Monaten, endlich mal wieder live und in Farbe bei euch zu melden.
Nebenbei gehen mir auch langsam die Ausreden für meine Schreibabstinenz aus...

Mittlerweile liegt unser ersehntes amerikanisches Thanksgiving bei Lars' unglaublich netten,offenherzigen und extrem zugänglichen, entfernten Verwandten und der anschließende 2tägige Trip nach Washington D.C., inklusive unserer ersten, sagen wir gewöhnungsbedürftigen Couchsurfingerfahrung und einem Marathon des Sehens aller Würdigkeiten schon wieder 1 1/2 Monate hinter uns.
Dazwischen tummeln sich unzählige Stunden der Arbeit bzw. des Alltags und seit Anfang Dezember nun auch des Frierens.
Ohne die, unumstoßbar, eindeutig zu interpretierenden, Zeichen des Wetters fiele es mir, so denke ich, manchmal schwer zu sagen in welcher Jahreszeit ich mich gerade befinde.

Manche von euch,die Arbeitenden, werden sicherlich lachen aber wirklich konstantes Arbeiten ist doch eine Veränderung, die sich als nicht zu unterschätzen herauskristallisiert hat.
Jeden Tag, im Prinzip, derselbe Tagesablauf.
Und so werden aus Stunden Tage, aus Tagen Wochen, aus Wochen Monate und trotzdem, oder gerade deshalb, sitze ich hier nun um 5minuten vor 12, am 23.12.09, weil ich es gestern nicht mehr geschafft habe mich zum Schreiben zu motivieren.
Vor Allem zeitlich betrachtet äußerst bezeichnend...

Trotz Allem bringt dieser Jahreswechsel, oder besser gesagt der Zeitraum in dem wir uns gerade befinden, auch Gutes mit sich. Nachdem sich Lars schon gestern Richtung D.C. verabschiedet hat ist es nun auch Lino und mir vergönnt die Einöde des Alltags zu durchbrechen und auf andere,sonnige, Gedanken zu kommen.
Denn tatarata heute war vorerst unser letzter Arbeitstag. Habitat geht in die Winterpause.
Bis zum 28.12. ruht das Geschäft und 3 6-Tage-Wochen tragen dazu bei, dass wir erst im nächsten Jahr wieder arbeiten müssen ohne Urlaub zu nehmen.
Das MUSSTE natürlich gebührend gefeiert werden.
Und wie es der Zufall so wollte fand sich doch da noch ein 8kg Truthahn im Tiefkühlschrank für uns beide...
Lange Rede kurzer Sinn nach 4std des Garens und Wartens und anschließendem Festmahl(klingt komisch passt aber ziemlich gut, wenn man mal drüber nachdenkt) fällt es mir reichlich schwer mich noch aufs Schreiben zu konzentrieren.

Was macht man nun aber mit 5kg Resten?
Sicherlich einiges kann man auch morgen noch verwenden aber dann?
(Für die Jüngeren Leser: Achtung! Was jetzt folgt ist keine Patentlösung!)

Genau man verabschiedet sich nach Miami Beach und überlässt das Problem jemand anderem.
Obwohl die Überleitung zugegebenermaßen nen biiiiisschen hakt wisst ihr jetzt immerhin was wir vom 25.12. bis zum 1.1. machen werden und wo man uns antreffen kann...
Alles in Allem denke ich, dass Silvester unter Palmen nicht unbedingt das Schlechteste ist, was man mal erlebt haben kann.
Für All diejenigen, die die Überleitung, trotz des, mehr oder weniger stammeligen, Erklärungsversuches, nicht verstanden haben habe ich übrigens die Überschrift gewählt.
Dieser blöde Will Smith song will mir einfach nicht aus dem Kopf gehn...

Jedenfalls werde ich euch dann, in naher Zukunft, berichten, inwiefern und ob dieses ungewöhnliche Weinachten wirklich eine Erfahrung wert war. Im Moment muss ich zugeben hätte ich nichts gegen ein "normales" Weihnachten im kalten Deutschland im Kreis der Familie.
In diesem Sinne hoffe ich, dass ihr alle eine schöne Zeit habt und die kommenden Ereignisse auch ja gebührend angeht und feiert:)

frohe Weihnachten, wie immer liebste Grüße und bis bald,
daniel

ach so hier links ist schon mal ne kleine vorschau auf bilder die mir aus diesem zeitraum persönlich am herzen liegen hier gibts den rest>
http://picasaweb.google.com/DanielMarxFSJ/ThanksgivingDCDezember?authkey=Gv1sRgCNyaoY-G85adhAE#

viel spaß damit

Freitag, 2. Oktober 2009

An alle Dachdecker

Heyhey!
Schreibt man eigentlich Sachen in seinen Blog, die nicht unbedingt positiv sind?
Ihr müsst wissen, dass ich bisher noch nie in die Verlegenheit kam einen Blog schreiben zu müssen und ich deshalb nicht ganz mit den üblichen Vorgehensweisen des "Blogschreibens"vertraut bin...

Allerdings muss ich sagen, dass ich so immerhin irgendwas zu schreiben habe nachdem ich mich nun schon wieder fast 2 Wochen nicht gemeldet habe.

Aaaaalso trotz oder wegen meines Unwissens folgt hier nun die Beschreibung meiner vergangenen Woche.
Es war, um es vorsichtig zu formulieren, die schlimmste Woche, die ich jemals hatte. Zumindets soweit ich mich erinnern kann...
Sie begann relativ normal; das Wochenende, was übrigens sehr lustig war ohne jedoch irgendwie besonders zu sein, lag hinter uns und ich hatte mal wieder nur ein Problem, das allmorgendliche, viel zu frühe Aufstehen. Kurz und knapp: es war eben mal wieder Dienstag.

Was mich allerdings unter der Woche erwarten sollte hätte mich definitiv relativ schnell aus dem Bett getrieben, wenn ich mich überhaupt da hinein gelegt hätte...
Wer jetzt den Grund "Kakerlaken" schon erraten haben sollte, dem kann ich an dieser Stelle nur gratulieren. Bienchen mit Sternchen, Topf die Watte quillt (8c wohoo;))!

Sie waren überall. In meinen Schränken bzw meinem Schrank an den Wänden auf dem Boden zwischen meinen Sachen und am Schlimmsten in meinem Bett!
Und mit "in meinem Bett" meine ich nicht etwa irgendwo am Fußende sondern auf meinem Kopfkissen, höchsten eine Feinunze von meinem Kopf entfernt.
Ja was soll ich sagen?
Bisher habe ich in meinem Leben noch nie solch eine Ekel verspürt. Die Nacht darauf hab ich in unserem tollen Buick geschlafen, der, wenn auch dreckig immerhin, Käferfrei ist.

Aber, um euch zu beruhigen, ein Gespräch mit Spencer hat einen Kammerjäger zur Folge gehabt, der das Problem weitestgehend in den Griff bekommen hat.
Und mein jetzt funktionierender Fernseher und somit auch "Friends","Seinfeld","King of Queens"und"Alle hassen Chris"hilft mir dabei über die noch existierenden,paar, Kakerlaken hinwegzusehen, die wohl aber noch sterben im Laufe der Zeit.

Außerdem musste ich Dächer decken, was wirklich ein extrem anstrengender und gefährlicher Job ist. Das muss wirklich nicht allzuoft sein. Meinen höchsten Respekt an alle Dachdecker, obwohl ich keinen kenne, der meinen Blog lesen könnte aber vielleicht stolpert ja einer zufällig drüber. Und damit er den Post auch bis hiiiiiiiiier unten liest, habe ich übrigens die Überschrift gewählt:D:D
Das Traurige ist, dass wir nächste Woche das komplette Dach unseres Hauses decken werden, so wie es bis hierhin aussieht.
Also ich hoffe dies ist nicht mein letzter Eintrag aber wenn doch: Guten Morgen, und falls wir uns nicht mehr sehen sollten, Guten Tag, Guten Abend und Gute Nacht!
Tjaha( ;):) ) die Truman Show kam gestern... Den kann man sich doch immer wieder ansehen:D

Also ernsthaft drückt mir die Daumen für nächste Woche; ich werde dann darüber berichten, wie es war.
Ich vermisse euch und bis bald, Ikarus

Mittwoch, 23. September 2009

Regen regt zum Regen an

Ich beginne den Blog mal mit einer ganz ernst gemeinten aus der Tiefe meines Herzens stammenden Entschuldigung für die Überschrift. Bin heute total unkreativ und da es sich hier um meinen Blog handelt dachte ich ich mach das mal von Anfang an klar:)
Haha
So was soll ich sagen es regnet seit ca.2 Wochen und wenn man etwas aus der Überschrift entnehmen kann, dann doch wohl das...
Jedenfalls brachte mir, persönlich, diese Sintflut, und ich denke ich benutze hier durchaus zurecht und völlig ohne Übertreibung dieses Wort,in meiner 4.Arbeitswoche, unzähliges Im-Büro-Rumsitzen, weil wir wegen dem Schlamm und Matsch einfach nicht auf die Baustelle konnten. Schade...

Und zusätzlich zu diesen schlechten Nachrichten konnten wir am Samstag, aus dem selben Grund, erst garnicht arbeiten.
Lange Rede kurzer Sinn wir wussten garnicht wohin mit unserer ausnahmsweise 3tägigen Freiheit und so entschlossen wir uns spontan, mal kurz, nach New Orleans zu fahren. "Kurz",so dachten wir zumindest.
Wie auch immer nach 12std Fahrt kamen wir endlich totmüde, hungrig und genervt um halb 6New Orleanser (? nein ich glaube nicht wirklich, dass man das so sagt) Zeit in unserem Hotel an.
Erstaunlicher Weise war es wahrscheinlich das Billigste im Großraum "westliche Welt". Wir zahlten zusammen rund 50 $ für 1 1/2 Nächte, wenn man so möchte.
Allerdings war ich angenehm überrascht. Es sieht wirklich nur von außen so schlimm aus. Innen war es sauber, gut temperiert und überhaupt, alles in allem, einfach nur gut. Leider hab ich nur ein Bild von der Fassade den Rest kann man mir aber zur Abwechslung mal glauben.

Nach einem wirklich kurzen Schläfchen ging es dann am frühen Nachmittag in die Innenstadt, genauer gesagt ins weltberühmte "French Quarter". Wir brunchten, betrieben reichlich Sightseeing, in der bis jetzt schönsten Stadt, die ich in den USA gesehen habe, und erholten uns von den Strapazen der vorigen Nacht.
Allerdings, und das muss ich dazu sagen, nur im eben erwähnten Stadtviertel, da uns das Businesszentrum und die Randbezirke nicht wirklich interessierten und wir auch garnicht die Zeit dazu hatten.
Danach gings zurück ins Hotel und am Abend dann in die Bourbon Street, die größte Partystraße von New Orleans. Tausende von Menschen, die in die zahlreichen Bars und Clubs strömen, die sich hier, im wahrsten Sinne, aufreihen, wie auf einer Perlenkette.
:D mehr sag ich nur auf Anfrage;)

Gut. Am Sonntag dann entschlossen wir uns dazu New Orleans schon wieder zu verlassen und uns eine Nacht Hotelkosten zu sparen. Ja so arm sind wir hier:)
Unser Rückweg führte uns durch das wunderschöne Alabama, an dessen Südküste wir dann noch einige Stunden, an Strand und Meer des Golf's von Mexiko, verbrachten bevor wir endgültig unseren Heimweg antraten.
Mittlerweile ist es schon wieder Mittwoch. Die Erinnerungen verblassen so langsam; die Arbeit hat uns wieder eingeholt.
Zum Glück hat sich wenigstens das Wetter gebessert. Sonne satt in Athens:)
Also ich werde, in dieser Woche, meine Arbeit im ReStore zu Ende bringen und dann versuche ich mich im Laufe des nächsten Wochenendes wieder zu melden. Dann könnt ihr auch hoffentlich endlich das Video unserer Häuser finden, was ich alerdings noch anfertigen muss...:)

Bis dahin erstmal liebe Grüße, Daniel

Ach so, falls sich, bzw weil sich, irgendjemand wundern sollte, die Bilder des Wochenendes sind jetzt der Einfachheit halber in meinem Picasa Webalbum hochgeladen. Es waren einfach zu viele, als dass ich irgendwelche hätte auswählen können. Habe sie jetzt einfach nach New Orleans bzw, Alabama, in Ordner, sortiert. Wenn Jemand eine Frage zu einem oder mehreren Bildern haben sollte, schreibt mich bitte zum Beispiel per E-mail an und ich beantworte diese gerne. Hier die Links zu den Alben:

Alabama:http://picasaweb.google.de/DanielMarxFSJ/Alabama#

New Orleans und die Reise dorthin: http://picasaweb.google.de/DanielMarxFSJ/WochenendreiseNewOrleans#

Und noch die Übersicht vllt findet man da bald auch noch mehr Fotoalben;ich sag aber auf jeden Fall bescheid:http://picasaweb.google.de/DanielMarxFSJ

Viel Spaß damit, Sweet Home Alabama! und bis bald

Montag, 14. September 2009

"game day" und der Tag danach- Unser 4.Wochenende

Hi alle zusammen.
Also 3 Arbeitswochen liegen hinter uns und nun war es mal wieder Zeit für ein wohlverdientes Wochende. Obwohl ich euch heute am Montag so gegen 15Uhr schreibe und unser Wochende ja eigentlich noch ein wenig länger dauert, werden wohl nicht viele neue Erlebnisse dazu kommen, da ich schon seit ein paar Tagen erkältet bin und den Tag heute dringend benötige um mich mal komplett auszukurieren, um dann in der nächsten Woche weiter an unserem tollen Haus arbeiten zu können.
Davon werdet ihr euch dann, zu gegebener Zeit, hier in diesem Blog, überzeugen können.
Aber alles schön der Reihe nach, denn an diesem Samstag war "game day", d.h.:das erste Football-Heimspiel der hiesigen Universität, der UGA, stand an. Und die Stadt drehte durch.
Wirklich eine der beeindruckensten Großveranstaltungen, die ich jemals gesehen hab. Die Stadt Athens mutierte zu einer riesigen Bühne; der Sport und die Spieler der "Georgia Bulldogs" zu den Hauptdarstellern.
Und Lino, Lars und Ich mittendrin. Natürlich erst nachdem wir unsere Arbeit ordnungsgemäß beendet hatten:)
Am Anfang war ich skeptisch die Beiden davon überzeugen zu können sich dann auch das Spiel, im Stadion, anzusehen und nicht nur zu "tailgaten", also im Prinzip vorzutrinken.
Doch die Stimmung die in der ganzen Stadt herrschte, das Zusammengehörigkeitsgefühl, was man plötzlich überall spürte, die ganze Stadt war in den Farben der "Bulldogs" gekleidet, die Vorfreude auf das erste Heimspiel und Ähnliches trugen ihren Teil dazu bei und so fanden wir uns kurzerhand vor dem "Sanford Stadium"wieder, um irgendwie noch an Karten für das schon längst ausverkaufte Spiel zu kommen.

Am Ende haben wir es dann auch "irgendwie"geschafft. Ich erspare euch die Details aber der Schwarzmarkt funktioniert doch überall gleich...;)
Ziemlich teure 70$ für 40$ Karten bezahlt und schon waren wir drin.

Allerdings muss ich sagen aus meiner Sicht hat sich das definitiv gelohnt. Das pure Spektakel im Stadion 90 000 Fans(!), wirklich ansehnlicher Sport und doch hervorragende Sitzplätze.
Leider saßen wir 3 in unterschiedlichen Blöcken, wobei ich Glückspilz den Hauptgewinn gezogen hatte.
Ich sag nur das: genau an der Mittellinie, vor der Bank der "Dawgs" und noch dazu in der 6.Reihe. Das bedeutet ich befand mich genau auf Höhe des Spielfeldes und war ohne Übertreibung vllt 10 Meter von den Spielern und somit vom Spielfeld entfernt:)
Leider hatte ich keine Kamera dabei, um das zu belegen. Alle Fotos die ihr hier seht sind mit Lars' Handy gemacht, wobei er auch ganz ok saß.

Am Ende hat dann in einem äußerst spannenden Spiel auch noch die richtige Mannschaft,mit 31-27, gewonnen, nämlich die UGA "Dawgs" und so hätte, alles in allem, der Abend garnicht besser laufen können.

Der Tag danach, also der Sonntag, stand dann ganz im Zeichen des Verarbeitens und Ausnüchterns. Lino und ich entschlossen uns dann dazu angeln zu gehn und obwohl wir nichts fingen war es doch ein sehr schöner, entspannter Tag. Außerdem sind ein paar wirklich gute Fotos entstanden, die ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte.

Der See an dem wir jetzt auch mit Blick in die Zukunft wahrscheinlich öfter noch anzutreffen sein werden liegt in einem Park, dem "Sandy Creek Park". Er ist ca.5-10 Autominuten von uns entfernt und obwohl man 2$ Eintritt zahlen muss lohnt es sich wirklich.



So das waren erstmal die neuesten Informationen aus den USA, ich glaub ich werde mich jetzt erstmal hinlegen und ausruhen. Bis zum nächsten Mal, liebe Grüße, Daniel

Die 3.Arbeitswoche: Behindertenrampen bauen

Also ich mache mal einen kleinen Sprung und lasse die Arbeitswoche im "Restore" aus.
Es gibt dort wirklich nicht so viel zu tun. Man nimmt eben Anrufe entgegen, kassiert und wenn man aber wirklich hochmotiviert ist läuft man rum und versucht verschiedene Dinge zu verkaufen.

"Habitat ReStore" von innen mit Hilfe eines Spiegels fotografiert

Vielleicht noch ein Satz zum Restore selbst. Es handelt sich dabei im Prinzip um einen Shop, in dem die Sachen verkauft werden, die zuvor an "Habitat"gespendet worden sind. So hat "Habitat"also nur die Kosten für den Shop und der Rest des Geldes ist sozusagen Profit, der dann ja, so denke ich, für einen guten Zweck verwendet wird, um zum Beispiel Baumaterialien und Ähnliches zu kaufen.

Nun aber zum eigentlichen Thema des Posts.
In der 3.Arbeitswoche half ich, so wie es unsere wöchentliche Rotation vorschreibt, also unserem supervisor, Tom, dabei eine Behindertenrampe zu bauen.
Ich hab persönlich keine Fotos davon aber es gibt bis jetzt 6Fotos hier zu sehn: http://picasaweb.google.com/AthensAreaHabitat/EHARP283LindaAve#

Ich denke morgen früh, unserer Zeit, wird er auch noch die anderen Bilder online stellen.
Aber auch auf diesen Bildern sieht man schon den Teil des Hauses, der uns große Probleme damit bereitete die Behindertenrampe zu bauen- die massive Steintreppe...
Leider ließ sie sich nicht, wie von den Hauseigentümern angekündigt, mit einem Vorschlaghammer zerstören und so brauchte es 2 Stunden und den ersten Presslufthammer
meines Lebens um das Problem nachhaltig zu lösen:)
Was ich nicht wusste: die Dinger sind ja wirklich unglaublich unhandlich und unangenehm zu bedienen. Übertrieben gesagt schüttelte mich dieses Ungetüm auch noch Nachts im Bett...
Naja wie auch immer Tom meinte er hätte dieses Werkzeug zum ersten Mal verwenden müssen, was mich in gute Hoffnungen versetzte es nie wieder benutzen zu müssen.
Ansonsten ist es überraschend wie viel man als Ungelernter hier selbst machen darf/kann/muss.
Die Wahl des Verbs hängt wirklich stark von der, zu erledigenden, Tätigkeit ab.
Da gab es zum einen Löcher graben (müssen;)) mit dem so genannten "Post Hole Digger".Ich weiß wirklich nich wie man das im Deutschen nennt aber so oder so ist das wirklich nich unbedingt die schönste Beschäftigung die man haben kann. Falls jemand daran interessiert ist zu sehn warum dieses Werkzeug bzw. dieses Arbeit einfach nur nervt und anstrengt kann er sich mal dieses Video ansehn, in dem erklärt wird, wie man dieses Gerät benutzt http://www.thisoldhouse.com/toh/video/0,,20045323,00.htm
Insgesamt mussten 12 solcher Löcher gegraben werden. Jedes ca.einen halben Meter tief.

Aber es gab,wie schon angedeutet, auch spaßigere Arbeiten so war das Sägen mit der "Miter Saw"(motorisierte Gehrungssäge, wenn "Wikipedia"mich nicht anlügt)eine willkommene Abwechslung und Erholung vom Löcher-Graben.
An dieser Stelle vielen Dank für diese Erfindung an Karl-Heinz Gehrungssäge, Sohn der stolzen Eltern Peter und Michaela Gehrungssäge;)

Der Rest der Woche ist relativ schnell erzählt. Grob gesagt ein paar Mal Messen,Einzeichnen,Sägen,Hämmern und Buddeln, am Ende einmal alles aufräumen und die Rampe war innerhalb von 3Tagen fertig. Ich muss dazu sagen, dass das alles noch stark unter der Anleitung der Supervisor steht, da wir uns ja noch in der Lernphase befinden. Deshalb bleibt das eigene Mitdenken noch fast vollkommen aus.
Das ausgegebene Ziel soll dann am Ende sein, dass wir selbstständig in der Lage sind diese Arbeiten auszuüben. Ich denke man muss sich, was die Umsetzbarkeit dessen betrifft, einfach überraschen lassen.
In diesem Sinne,lg nach Deutschland, Daniel



Klarity Group Race for the Dream



Also Montag, der 7.September, war ein ganz besonderer Tag für uns, denn im Austausch mit dem vorhergehenden Samstag machte man es uns möglich auch an diesem Tag zu arbeiten, obwohl es sich in den USA um den "Labor Day", einen gesetzlichen Feiertag, handelte.
Habitat organisierte an diesem Tag das "Klarity Group Race for the Dream", einen Laufwettkampf über 5000 yard(?) für den guten Zweck.






Bei der Maßeinheit bin ich mir wirklich unsicher. 5000 yard wären glaub ich so ungefähr 4900km. Auf jeden Fall war es ein 5k, also 5000 irgendwas, Lauf.







Unsere Arbeit begann um 6Uhr morgens und bestand darin beim Aufbauen zu helfen und dann, während des Rennens, an Straßenecken zu stehen und sicherzustellen, dass niemand in Atlanta rauskommt.
Das Gute war, dass die ganze Veranstaltung nur ein paar Stunden ging und wir relativ früh wieder zu hause waren, um den verlorengegangenen Schlaf nachzuholen.





Das obere Bild hab ich selbst gemacht von dem Punkt aus, an dem ich stand um den Weg zu weisen;das Untere zeigt mich um 10vor 6 Ortszeit, der morgendlichen Kälte trotzend.


Wer mehr Bilder zum "Race"sehen möchte oder überhaupt mal wissen möchte was sich in Athens so tut, kann mal die folgende Seite besuchen:http://spotted.onlineathens.com/.
Hier laden Hobbyfotografen Bilder meistens von Veranstaltungen in Athens hoch, die man sich dann online angucken kann.Manchmal gibts aber auch einfach Partybilder oder Ähnliches.



Interessant war außerdem, dass wir den Chef von "Habitat", Spencer Frye, zum ersten Mal in Aktion erlebten, weil er in unseren ersten Wochen hier im Urlaub war.
Er macht allgemein einen sehr netten und doch kompetenten Eindruck, der sich dann auch im Nachhinein bei einigen unserer Besprechungen bestätigte.